Kellertheater Hamburg
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Natalia und ihre Männer

Szenen von Anton Tschechow

Über Heiratsanträge, Schädlichkeiten beim Tabakrauchen und andere Bären

Natalia und ihre Männer

Ein russischer Mafiaboss, dessen erwachsene Tochter noch immer bei ihm zu Hause lebt, erhält Besuch von seinem hypochondrischen Nachbarn. Dieser ist wild entschlossen, um die Hand der Schönen anzuhalten. Sofort einverstanden, schickt der Vater die Nichts ahnende Natalia zu ihrem Freier. Noch ehe dieser vor lauter Aufregung seinen Antrag ihr gegenüber wiederholen kann, geraten die beiden in Streit um eine Grenzwiese, in den sich auch das herbeieilende Familienoberhaupt selbst einmischt. Schnell werden aus Unfreundlichkeiten handfeste Beleidigungen, an deren Ende der vermeintliche Schwiegersohn fluchtartig das Haus verlässt. Erst jetzt erfährt Natalia von ihrem Vater, was das eigentliche Anliegen des nervösen Antragstellers war und lässt ihn sofort zurückholen...

Seine Leiden und Sehnsüchte offenbart der unglückliche Gutsnachbar aber erst in seinem Vortrag: Über die Schädlichkeiten beim Tabakrauchen.

Wenig später stirbt Natalias Gatte plötzlich und tragisch - ein Unfall?

Die trauernde Witwe muss jetzt die Schulden ihres verstorbenen Ehemanns bei einem Gläubiger ausgleichen. Und mit diesem Bär ist nicht so gut Kirschen essen, wie mit ihrem seligen Gatten.

Tschechows Einakter gehören zweifellos zu den witzigsten Bühnenwerken der russischen Literatur. Sie zeichnen sich durch eine spöttisch-liebevolle Darstellung menschlicher Schwächen und Lächerlichkeiten aus, die heute noch genauso zutreffend sind wie vor hundert Jahren.

Mitwirkende:

Inszenierung: Christoph Michel
Stepan Stepanowitsch / Grigori Stepanowitsch SmirnoffVolker Dupont
Natalia StepanovnaWybke Mahnke
Iwan Wassiljewitsch / LukaUwe Tesch
Technik:Joachim Kahl / Wolfgang Frisch
Kostüme:Biggi Riemenschneider
Orgeleinspielung:Christiane Hrasky
Maske:Petra Dörfel

Bühnenrechte: Verlag toll 2009

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